FACTS

auftraggeber: alpenländische
ort: westendorf-tirol
leistungsumfang: gesamte Planung 2019-24
fertigstellung: 2024
mitarbeit Detailplanung: nils bruns

Ein Hügel inmitten eines bereits weit bebauten Siedlungsgebietes, geweissermaßen ein Schließen einer Lücke, keine neue ausgreifende Bebauung im Grünland.

Der Hügel war einerseits Herausforderung, andererseits die Chance für die besondere aber nicht die simple Lösung. Die Anlage ist derart in die Topografie geschnitzt, dass sie an der oberen Seite nur 2-geschoßig in erscheinung tritt, an der unteren Seite jedoch 4 Ebenen aufweist. Dadurch um schließen die insgesamt 5 Häuser einen ebenen Innenhof, zu welchem hin sich der Großteil der 2 bis 4 Zimmerwohnungen orientiert. Der Innenhof hat noch eine fußläufige Verbindung zum umlaufenden Erschließungsweg. Die Erschließung selbst erfolgt vom genannten Weg aus an durch 3 Eingänge, über 3 Stiegen und an diese anschließende, innenliegende Gänge. Geschoßverbindende Öffnungen wurde aus Kostengründen (Geländer!) gestrichen. Dadurch werden natürlich die zu diesen orientierten Küchenfenster problematisch, aber das ist dem Bauträger dann egal. Insgesamt entstanden 50 2 bis 4 Zimmerwohnungen.

Die Häuser haben Großteils (4 von 5) Pultdächer in Holzkonstruktion deren Vordächer einen Schutz der darunterliegenden Balkone und der Fassaden bilden. Andere geplante Holzoberflächen an den Hoffassaden wurden auch aus Kostengründen gestrichen. Ebenso gestrichen wurden die von mir in kleineren Zimmern gerne eingesetzten Fenster mit Unterlicht (Parapet 40), die transparente Ausführung der hofseitigen Stiegenhauswände, sowie auf Grund der hohen Dichte vorgeschlagene Sichtschutz- Schiebeelemente. Auf Grund der Grundkonzeption nicht streichbar waren die vieleckigen, bzw. nicht-rechteckigen Grundrisse der Häuser und damit auch von Wohnungen. Dadurch wurde das grundsätzliche Gepräge der Anlage als eine Gesamtheit mit individuellen Teilen erhalten.

Mein letztes Wohnbauprojekt.

Ich habe mein Studium in der Absicht begonnen Projekte umsetzen zu können die für die Lebensqualität nicht nur Weniger einen Unterschied machen können. Dieser Zug u.a. zum Wohnbau hat dann zwar einige Jahre auf seine Abfahrt warten müssen, seit 2004 (Hallerstraße) sind dann doch einige Projekte für gemeinnützige wie auch für private Bauträger entstanden.

Der bestehende und auch zunehmende Kostendruck, aber auch die sehr einem vermeintlichen Standard nahe Art des Denkens in diesem Bereich lassen jedoch  praktisch keinen Spielraum zu, nur etwas schwieriger zu bebauende Grundstücke -wie auch hier- bieten noch Chance auf Individuelles oder auf Gestaltung. Was dann aber jenseits der allenfalls nicht-rechteckigen Grundrisse bleibt, ist in jedem Sinne sparsam.

Dazu kommt noch eine Art der Kommunikation, welche in ihrer Einbahnartigkeit und Dialogunfähigkeit die Freude an der Arbeit gegen Null gehen lässt. Positiv die Zusammenarbeit mit der letztlich zuständigen bauleitung. dafür ein danke.

Sonst siehe oben.